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für den Maßstab 1/72 und 1/32


1/72

Spätmittelalter / Renaissance
Landsknechte Fahnen

 Aktualisiert 5. Mai 2007 

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Fahnenserie erstellt in Zusammenarbeit mit Thomas Willers

 

Weitere Bilder und Landsknechtsfiguren

 

 

Kantone der Schweiz / Burgunderkriege / Schweizer Kriegsknechte und Reisläufer

Kämpfe gegen das Habsburgerreich.

1385 begannen die Eidgenossen, sich der österreichischen Umklammerung durch die Habsburger zu erwehren. Sie zerstörten mehrere Burgen. Herzog Leopold III. von Österreich bot Adel und Stadtmannschaften des Aargaus und Breisgaus auf und nahm Söldner aus Burgund, Tirol und Mailand in seine Dienste.

Mit einem Heer von 4000 Mann Fußvolk und Berittenen brach er Ende Juni 1385 auf, um zunächst Luzern einzunehmen. Bei Sempach versperrten ihnen 2000 Eidgenossen den Weg und es kam zur Schlacht.

Herzog Leopold und 600 seiner Ritter sowie mehrere hundert Männer seines Aufgebotes fielen. Mit dem Sieg der Schweizer hatte sich gezeigt, daß die Kampfesweise disziplinierter und geübter Knechte zu Fuß mit langen Spießen der bis dahin die Schlachtfelder dominierenden gewappnete Reiterei überlegen war.

Mit dem Sieg der Schweizer bei Sempach endete in dem umkämpften Gebiet und den vorderen Landen die Vormachtstellung der Habsburger, die Eidgenossen erringen die Unabhängigkeit.

Die schweizer Fußtruppen kämpften massiert und gleichzeitig beweglich. Sie wurden planmäßig ausgebildet und gingen auf dem Schlachtfeld exerziermäßig vor. Ihre langen Hellebarden waren den kürzeren Reiterspießen überlegen.

Schweizer Söldner aber wurden zu den begehrtesten Söldnern bei allen Nationen in Europa. Die Schweizer "Knechte" oder "Reisläufer" (Im Gegensatz zur Bezeichnung "Landsknechte", die den deutschen Söldnern vorbehalten war) verdingten sich an die verschiedensten Mächte und wechselten oft die Partei. Auf den oberitalienischen Schlachtfeldern gaben sie bis zur Niederlage gegen die Franzosen bei Marignano den Ausschlag.

Krieg mit Burgund 1476/77

Herzog Karl der Kühne von Burgund wollte durch Einverleibung Lothringens ein Großburgundisches Königreich errichten, das von den Alpen bis ans Meer reichen sollte. Dadurch kam es zu Auseinandersetzungen mit den Franzosen und den Schweizern. Die Burgunder erlitten drei schwere Niederlagen bei Granson 1476, Murten und Nancy 1477 - der Tod Karls des Kühnen bei Nancy beendete den Krieg.

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1/72-55a: Schweiz und Burgund 1476/77

Burgund, Fahne für Fußtruppen, ca.  1450-1500 / Burgund Reiterei: Banner von Louis de Chalons-Chateauguyon, von den Schweizern bei Granson 1476 erbeutet / Burgund, Fahne für Reiterei oder Fußtruppen  ca. 1450-1500 / Schweiz, Fahne für Fußtruppen und Reiterei, Kanton Uri / Basel, Fahne für Fußtruppen und Reiterei / Hauptbanner des Züricher Aufgebotes / Appenzeller Aufgebot, Fahne für Fußtruppen.

 

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1/72-57a: Schweizer Kantone ca. 1476 - 1530

Züricher Aufgebot, Schützenfahne 1512 / Kanton Appenzell, Fahne für Fußtruppen /  Kanton Bern, Fahne für Fußtruppen und Reiterei /Kanton Bern, Fahne für Fußtruppen  /  Kanton Kanton Uri, Fahne für Fußtruppen  ab Ende 14. Jahrhundert / Schweizer Konföderation, Fahne für Reiterei / Fribourg, Standarte eines Schützenfähnleins.

Dazu passend von KAMAR-Zinnfiguren "Schweizerische Reiterei bei Nancy 1477 ma-008" mit einer als Standartenträger geeigneten Figur.

 


Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation unter Kaiser Maximilian I. von Habsburg (Regierungszeit 1493 - 1519) und unter Kaiser Karl V. von Habsburg (Regierungszeit 1520 - 1556).

Deutschland unter den ersten Habsburgern.

1440 wird Albrecht II. von Österreich als Friedrich III von Habsburg zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt.

Neben Angriffen nationaler ungarischer und böhmischer Könige und Gebietsverlusten an Burgund sind es nicht zuletzt die mächtigen deutschen Fürsten, die das Reich durch ständige Fehden und Raubzüge unsicher machen. Der langfristige Ersatz der Güterwirtschaft durch die Geldwirtschaft führte zur Verarmung eines großen Teil insbesondere des niederen Adels. Viele der Ritter, die ihre traditionellen Einkommensquellen verloren hatten, wurden zu Raubrittern. Fürsten, Ritter und Städte schlossen sich zu Bündnissen (z.B. dem Schwäbischen Bund") zusammen, um gemeinsam gegen Raubritterburgen vorzugehen.

1485 erobern die Türken Wien, die Steiermark, Kärnten und Niederösterreich. 1490 erfolgt die Entsetzung Wiens.
Trotz politischer Schwäche gelingt es Friedrich III., durch geschickt abgeschossene Erb- und Heiratsverträge den Grundstock für ein "Heiliges Römisches Reich deutscher Nation" zu legen, zu dem Ungarn, Österreich, Böhmen und Burgund gehören werden und "in dem die Sonne nicht untergeht".

Die Regierungszeiten der Habsburgerkaiser:

Friedrich III. 1440-1493

Maximilian I. 1493-1519

Karl V. 1519-1556

Ferdinand I. 1556-1564

Unter Karl V. kommt es zu einer größeren Bedeutung Spaniens inerhalb des Reiches mit dem Einsatz spanischer Truppen bei kaiserlichen Feldzügen. Der Streit mit Frankreich um Burgund und oberitalienische Besitzungen spitzt sich erneut zu und führt 1521-26 zum Krieg gegen Frankreichs König Franz I., der 1525 bei Pavial besiegt und gefangengenommen wird.

Die Wiedererrichtung eines habsburgischen mittelalterlichen Universalreiches scheitert am Widerstand der mächtigen deutschen Territorialfürsten.

Mit wechselnden Bündnissen gibt es weitere Feldzüge gegen Frankreich. Gleichzeitig ersteht im Reich selbst eine Opposition protestantisch eingestellter Fürsten (die "Schmalkaldische Liga"), zu der auch Städte wie Ulm, Augsburg und Konstanz gehören. 1546/47 kommt es zum Schmalkaldischen Krieg, in dem die Liga von kaiserlich-päpstlichen Truppen geschlagen wird. 1556 muß Karl V. nach einer geheimen Rebellion der mit Heinrich II. von Frankreich verbündeten protestantischen Fürsten die Kaiserwürde an seinen Bruder Ferdinand von Habsburg übergeben. Der Sohn Karls V., Philipp II. von Habsburg, erhält die spanischen Besitzungen. Damit ist das Habsburgerreich de facto zerfallen.

Die deutschen Landsknechte

Sind es zunächst Söldner aus Holland, Böhmen oder der Schweiz, werden unter Maximilian I. zunehmend Söldnertruppen aus Deutschen aufgestellt. Ihr Wert zeigt sich 1479 im Kampf um Burgungd gegen die Franzosen in der Schlacht von Guinegate.
Fortan zeichnen sich die deutschen Landsknechte unter Führern wie Georg von Frundsberg zunehmend im Kampf gegen schweizer Söldnertruppen aus.
Die große Zeit der Landsknechte in ihren besonders farbenfreudigen, geschlitzten Kleidern hatte ab Mitte des 16. Jh. nicht zuletzt durch die Weiterentwicklung der Waffentechnik ihren Höhepunkt überschritten.



PDF-Datei 1/72 Landsknechte, 9 Seiten mit Fotos der Thomas-Willers-Figuren, 891 kb
 

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1/72-158: Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
unter Maximilian I., 1493 - 1519 (1)

Fahne kaiserlichen Fußvolks / Fahne schwäbischer Fußtruppen / Fahne deutscher Fußtruppen / Herzogtum Bayern, Wimpel für Artillerie ca. 1500 / Herzogtum Bayern, Standarte für Reiterei.

 

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1/72-159:
Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
unter Maximilian I., 1493 - 1519 (2)

3 verschiedene Landsknechtsfahnen kaiserlicher Truppen / Standarte Georgs von Frundsberg, Ritter und kaiserlicher Feldhauptmann, ca. 1500 / Standarte für Bayrische Reiterei, ca. 1500 / Standarte für kaiserliche Reiterei.

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1/72-160:
Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
unter Karl V., 1520 - 1556 (1)

3 verschiedene Fahnen deutscher Landsknechte / Landsknechtsfahne des "verlorenen Haufens" / kaiserlicheReiterstandarte.

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1/72-161
: Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
unter Karl V., 1520 - 1556 (2). Verschiedene

Schlacht bei Pavia 1525: Spanische Infanterie, 2 verschiedene Fahnen / Mailand Infanterie Fahne / Frankreich: Fahne für Infanterie und Standarte für Reiterei / Heiliges Römisches Reich: Standarte für Reiterei.

 

Bauernkriege in Deutschland bis 1525

Auch in Teilen von Deutschland kommt es wie in einer Reihe anderer europäischer Territorien ab dem letzten Viertel des 15. Jh. zu Aufständen von Bauern und Handwerkern, denen sich auch verarmte Ritter anschließen wie Götz von Berlichungen oder Franz von Sickingen.
Religiöse Führer wie Thomas Münzer oder der Kirchenkritiker Martin Luther tragenzur Aufwiegelung der Menschen bei. Luther stellt sich später auf die Seite der Fürsten, als er die gottgewollte Ordnung durch die sengenden und plündernden Aufständischen in Frage gestellt sieht.
Den anfänglich erfolgreichen Haufen der Aufständischen fehlt jedoch die geordnete Führung und 1525 wird das Bauernheer bei Frankenhausen vernichtend geschlagen.
 

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1/72-162: 15. / 16. Jahrhundert, Deutsche Bauernkriege bis 1525

Fahne des Bauernhaufens unter Thomas Münzer / Bundschuhfahne / Fahne für Fußtruppen der Stadt Nürnberg / Fahne für Fußtruppen der Stadt Memmingen / Georgischild-Ritterbund, Standarte.

 

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1/72-164:
Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
unter Karl V., 1520 - 1556 (3). Verschiedene


2 verschiedene kaiserliche Landsknechtsfahnen /  Fahne des Fußvolks der Stadt Kempten  / Fahne bayrischen Fußvolks / Kursachsen, Reiterstandarte.

 


1:72nd scale MINI-ART 72011 German Knights 15th cent.

1/72 MINI-ART 72011 Deutsche Ritter 15. Jh.


Hussitenkriege 1419-1437

Soziale Umwälzungen, wachsende Abgabenlasten und Frondienste führten in vielen europäischer Staaten unter den ärmeren Bevölkerungsgruppen zu religiöser Schwärmerei und der Forderung nach sozialer Gleichheit. Die "gottgegebene" Allmacht des Adels wurde von Aufrührern und Ketzern genauso in Frage gestellt wie die der verweltlichten Kirche.
Nach der Verbrennung des als Ketzer verurteilten tschechischen Predigers Johan (Jan) Hus auf dem Glaubenskonzil in Konstanz 1415 verheeren von 1419-37 die gut organisierten und geführten Herrhaufen der Hussiten Österreich, Bayern, Thüringen, Sachsen und Brandenburg.

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1/72-163: Hussitenkriege 1419-1437

Kreuzfahrer-Standarte / Bayrische Standarte / Böhmische Standarte / Österreichische Standarte / Sächsische Standarte / Hussitische Reiterstandarte / Hussitische Wagenfahne / Hussitisches Fußvolk, 2 verschiedene Fahnen.

 

Bilder!


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König Sigismund im Feldzug gegen die Hussiten 1419-1437
dargestellt mit Figuren von Thomas Willers aus der 1/72-Packung 8036 French Knights von ZVEZDA.
Ein Artikel mit 5 Seiten im PDF-Format (864 kb)


 

Buchtips zu den Themen
Spätmittelalter, Habsburgerreich und Landsknechte 

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 Miller / Richards / Embleton: Landsknechte 1486-1560, Siegler-Verlag 2004

Miller / Embleton: The Swiss at War 1300-1500, Osprey Men-At-Arms Nr. 94, London 1991

Michael / Embleton: Armies of Medieval Burgundy 1364-1477, Osprey Men-At-Arms Nr. 144, London1983

Gerry Embleton: Medieval Military Costume Recreated in Colour Photographs. Europa Militaria Special Nr. 8, Crowood Press 2000

 Friedrich Blau: Die deutschen Landsknechte, Phaidon Verlag Essen 1985

dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Karten und chronologischer Abriss, Band 1.
Deutscher Taschenbuch Verlag München


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