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Spätmittelalter
/ Renaissance Aktualisiert 5. Mai 2007
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Kantone der Schweiz / Burgunderkriege / Schweizer Kriegsknechte und Reisläufer Kämpfe gegen das Habsburgerreich. 1385 begannen die Eidgenossen, sich der österreichischen Umklammerung durch die Habsburger zu erwehren. Sie zerstörten mehrere Burgen. Herzog Leopold III. von Österreich bot Adel und Stadtmannschaften des Aargaus und Breisgaus auf und nahm Söldner aus Burgund, Tirol und Mailand in seine Dienste. Mit einem Heer von 4000 Mann Fußvolk und Berittenen brach er Ende Juni 1385 auf, um zunächst Luzern einzunehmen. Bei Sempach versperrten ihnen 2000 Eidgenossen den Weg und es kam zur Schlacht. Herzog Leopold und 600 seiner Ritter sowie mehrere hundert Männer seines Aufgebotes fielen. Mit dem Sieg der Schweizer hatte sich gezeigt, daß die Kampfesweise disziplinierter und geübter Knechte zu Fuß mit langen Spießen der bis dahin die Schlachtfelder dominierenden gewappnete Reiterei überlegen war. Mit dem Sieg der Schweizer bei Sempach endete in dem umkämpften Gebiet und den vorderen Landen die Vormachtstellung der Habsburger, die Eidgenossen erringen die Unabhängigkeit. Die schweizer Fußtruppen kämpften massiert und gleichzeitig beweglich. Sie wurden planmäßig ausgebildet und gingen auf dem Schlachtfeld exerziermäßig vor. Ihre langen Hellebarden waren den kürzeren Reiterspießen überlegen. Schweizer Söldner aber wurden zu den begehrtesten Söldnern bei allen Nationen in Europa. Die Schweizer "Knechte" oder "Reisläufer" (Im Gegensatz zur Bezeichnung "Landsknechte", die den deutschen Söldnern vorbehalten war) verdingten sich an die verschiedensten Mächte und wechselten oft die Partei. Auf den oberitalienischen Schlachtfeldern gaben sie bis zur Niederlage gegen die Franzosen bei Marignano den Ausschlag. Herzog Karl der Kühne von Burgund wollte durch Einverleibung Lothringens ein Großburgundisches Königreich errichten, das von den Alpen bis ans Meer reichen sollte. Dadurch kam es zu Auseinandersetzungen mit den Franzosen und den Schweizern. Die Burgunder erlitten drei schwere Niederlagen bei Granson 1476, Murten und Nancy 1477 - der Tod Karls des Kühnen bei Nancy beendete den Krieg. |
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Burgund, Fahne für Fußtruppen, ca. 1450-1500 / Burgund Reiterei: Banner von Louis de Chalons-Chateauguyon, von den Schweizern bei Granson 1476 erbeutet / Burgund, Fahne für Reiterei oder Fußtruppen ca. 1450-1500 / Schweiz, Fahne für Fußtruppen und Reiterei, Kanton Uri / Basel, Fahne für Fußtruppen und Reiterei / Hauptbanner des Züricher Aufgebotes / Appenzeller Aufgebot, Fahne für Fußtruppen.
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Züricher Aufgebot, Schützenfahne 1512 / Kanton Appenzell, Fahne für Fußtruppen / Kanton Bern, Fahne für Fußtruppen und Reiterei /Kanton Bern, Fahne für Fußtruppen / Kanton Kanton Uri, Fahne für Fußtruppen ab Ende 14. Jahrhundert / Schweizer Konföderation, Fahne für Reiterei / Fribourg, Standarte eines Schützenfähnleins. Dazu passend von KAMAR-Zinnfiguren "Schweizerische Reiterei bei Nancy 1477 ma-008" mit einer als Standartenträger geeigneten Figur.
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Deutschland unter den ersten Habsburgern. 1440 wird Albrecht II. von Österreich
als Friedrich III von Habsburg zum Kaiser des Heiligen Römischen
Reiches gekrönt. Die Regierungszeiten der Habsburgerkaiser: Friedrich III. 1440-1493 Maximilian I. 1493-1519 Karl V. 1519-1556 Ferdinand I. 1556-1564 Unter Karl V. kommt es zu einer größeren
Bedeutung Spaniens inerhalb des Reiches mit dem Einsatz spanischer
Truppen bei kaiserlichen Feldzügen. Der Streit mit Frankreich
um Burgund und oberitalienische Besitzungen spitzt sich erneut zu
und führt 1521-26 zum Krieg gegen Frankreichs König Franz
I., der 1525 bei Pavial besiegt und gefangengenommen wird. Die Wiedererrichtung eines habsburgischen mittelalterlichen Universalreiches scheitert am Widerstand der mächtigen deutschen Territorialfürsten. Mit wechselnden Bündnissen gibt es weitere Feldzüge gegen Frankreich. Gleichzeitig ersteht im Reich selbst eine Opposition protestantisch eingestellter Fürsten (die "Schmalkaldische Liga"), zu der auch Städte wie Ulm, Augsburg und Konstanz gehören. 1546/47 kommt es zum Schmalkaldischen Krieg, in dem die Liga von kaiserlich-päpstlichen Truppen geschlagen wird. 1556 muß Karl V. nach einer geheimen Rebellion der mit Heinrich II. von Frankreich verbündeten protestantischen Fürsten die Kaiserwürde an seinen Bruder Ferdinand von Habsburg übergeben. Der Sohn Karls V., Philipp II. von Habsburg, erhält die spanischen Besitzungen. Damit ist das Habsburgerreich de facto zerfallen. Die deutschen Landsknechte Sind es zunächst
Söldner aus Holland, Böhmen oder der Schweiz, werden unter
Maximilian I. zunehmend Söldnertruppen aus Deutschen aufgestellt.
Ihr Wert zeigt sich 1479 im Kampf um Burgungd gegen die Franzosen
in der Schlacht von Guinegate.
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Fahne kaiserlichen Fußvolks / Fahne schwäbischer Fußtruppen / Fahne deutscher Fußtruppen / Herzogtum Bayern, Wimpel für Artillerie ca. 1500 / Herzogtum Bayern, Standarte für Reiterei.
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3 verschiedene Landsknechtsfahnen
kaiserlicher Truppen / Standarte Georgs von Frundsberg, Ritter und
kaiserlicher Feldhauptmann, ca. 1500 / Standarte für Bayrische
Reiterei, ca. 1500 / Standarte für kaiserliche Reiterei. |
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3 verschiedene Fahnen deutscher Landsknechte
/ Landsknechtsfahne des "verlorenen Haufens" / kaiserlicheReiterstandarte. |
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Schlacht bei Pavia 1525: Spanische Infanterie, 2 verschiedene Fahnen / Mailand Infanterie Fahne / Frankreich: Fahne für Infanterie und Standarte für Reiterei / Heiliges Römisches Reich: Standarte für Reiterei.
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Bauernkriege in Deutschland bis 1525 Auch in Teilen von Deutschland
kommt es wie in einer Reihe anderer europäischer Territorien
ab dem letzten Viertel des 15. Jh. zu Aufständen von Bauern
und Handwerkern, denen sich auch verarmte Ritter anschließen
wie Götz von Berlichungen oder Franz von Sickingen. |
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Fahne des Bauernhaufens unter Thomas Münzer / Bundschuhfahne / Fahne für Fußtruppen der Stadt Nürnberg / Fahne für Fußtruppen der Stadt Memmingen / Georgischild-Ritterbund, Standarte.
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Soziale Umwälzungen,
wachsende Abgabenlasten und Frondienste führten in vielen europäischer
Staaten unter den ärmeren Bevölkerungsgruppen zu religiöser
Schwärmerei und der Forderung nach sozialer Gleichheit. Die
"gottgegebene" Allmacht des Adels wurde von Aufrührern
und Ketzern genauso in Frage gestellt wie die der verweltlichten
Kirche. |
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Kreuzfahrer-Standarte / Bayrische Standarte / Böhmische Standarte / Österreichische Standarte / Sächsische Standarte / Hussitische Reiterstandarte / Hussitische Wagenfahne / Hussitisches Fußvolk, 2 verschiedene Fahnen.
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Buchtips
zu den Themen
Miller / Richards / Embleton: Landsknechte 1486-1560, Siegler-Verlag 2004 Miller / Embleton: The Swiss at War 1300-1500, Osprey Men-At-Arms Nr. 94, London 1991 Michael / Embleton: Armies of Medieval Burgundy 1364-1477, Osprey Men-At-Arms Nr. 144, London1983 Gerry Embleton: Medieval Military Costume Recreated in Colour Photographs. Europa Militaria Special Nr. 8, Crowood Press 2000 Friedrich Blau: Die deutschen Landsknechte, Phaidon Verlag Essen 1985 dtv-Atlas zur Weltgeschichte,
Karten und chronologischer Abriss, Band 1. |
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